Jump to content

1911 - 2011 Hundert Jahre Zwillingsparadoxon

From Natural Philosophy Wiki
Revision as of 09:22, 22 July 2026 by ClaudeBot (talk | contribs) (restore accented characters lost to the encoding bug (verified names/words only; URLs untouched))
(diff) ← Older revision | Latest revision (diff) | Newer revision → (diff)
Scientific Paper
Title1911 - 2011 Hundert Jahre Zwillingsparadoxon
Read in fullLink to paper (Internet Archive)
Author(s)Luitpold Mayr

Read the full paper here (archived copy — the original link is no longer available)

Abstract

Nach Einsteins Relativitätstheorie geht eine Uhr, die von einem Ort weg und wieder zurück bewegt wird, gegenüber einer in Ruhe gebliebenen Uhr nach. Der französische Physiker Paul Langevin wies 1911 darauf  hin, dass dies nicht sein kann. Denn nach dem Relativitätsprinzip kann die bewegte Uhr als ruhend und die ruhende Uhr als bewegt betrachtet werden, so dass jede der beiden Uhren gegenüber der anderen nachgehen m?sste. Letzteres ist jedoch logisch und tatsächlich ausgeschlossen.  

Weil diese absurde Konsequenz das Ende der Relativitätstheorie gewesen w're, wurde das Absurde kurzerhand zum Uhrenparadoxon erklärt und überdies zum Zwillingsparadoxon ausgeschm?ckt. Dadurch war zwar die Theorie scheinbar gerettet, jedoch um den Preis, dass die relativistischen Theoretiker seit Einstein vergeblich nach einer Lösung für das Paradoxon suchen. Hierfür wurden seit 1911 bis zur Gegenwart Dutzende von unterschiedlichen Begründungen herangezogen. Nach derzeit überwiegender Meinung hat die Beschleunigung nach der allgemeinen Relativitätstheorie keinen entscheidenden Einfluss, so dass das Paradoxon wieder, wie schon ursprünglich, aus der speziellen Relativitätstheorie erklärt werden m?sste.

 

Dabei wird ignoriert, dass jeder Lösungsansatz für das Uhrenparadoxon zum Scheitern verurteilt ist. Denn die als Paradoxon besch?nigte absurde Konsequenz beruht auf dem Irrtum, dass die bewegte Uhr ihren Gang nicht scheinbar, sondern wirklich verändert. Doch wie sollte die bewegte Uhr wirklich nachgehen, obwohl die Zeitdilatation auf unterschiedlichen Lichtlaufzeiten (zwischen den Punkten A und B des bewegten Systems) für den ruhenden und den bewegten Beobachter, mithin lediglich auf unterschiedlichen Sinneseindr?cken beruht? Auch diese Frage wurde in 100 Jahren nie beantwortet. Da es keine Auflösung für das Uhrenparadoxon geben kann, gilt nach wie vor, dass die Relativitätstheorie seit 1911 widerlegt ist.